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    Die Diskussion über Judenfeindschaft in der Linken ist 2011 wieder entflammt, diesmal in Bezug auf die Partei ‘Die Linke’. Bis heute streitet man sowohl über die Tatsache, dass es Judenfeindschaft in der politischen Linken gab und gibt, als auch über die verschiedenen Gründe.

    Der Vortrag wird drei Entwicklungsstränge beleuchten:

    Erstens die Erinnerungs- oder Schuldabwehr, die die Frankfurter Schule als »sekundären Antisemitismus« bezeichnete; zweitens den linken Nationalismus, der für den Antiimperialismus eine wichtige Rolle spielt; und drittens den Ansatz Moishe Postones, Antisemitismus als eine besondere Weise eines »personifizierten Antikapitalismus« zu verstehen. Während die ersten beiden Entwicklungsstränge heutzutage für den Antizionismus und die »Israelkritik« relevant sind, bezieht sich der dritte Ansatz auf das Verständnis von Arbeit, Kapital und Herrschaft. Der Vortrag wird zeigen, inwieweit dies auch die globalisierungskritische Bewegung betrifft.

    Mit Olaf Kistenmacher, Historiker aus Hamburg.

    Jüngere Veröffentlichungen:

    • Klassenkämpfer wider Willen. Die KPD und der Antisemitismus in der Weimarer Republik, Jungle World 28, 14. Juli 2011.
    • »Jüdischer Warenhausbesitzer finanziert Nazipropaganda«. Antifaschismus und antisemitische Stereotype in der Tageszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands, der Roten Fahne, am Ende der Weimarer Republik, 1928-1933, in: Gideon Botsch/ u. a. (Hg.): Politik des Hasses. Antisemitismus und radikale Rechte in Europa, Hildesheim/New York/Zürich: Georg Olms 2010, S. 97-112.

    Außerdem wie immer Antifa-News und kalte Getränke. In der Küche zaubert das Kulinariat.

    Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102) | 03.11.2011 @ 21:00