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  • Antifa-Café

    Zur Aktualität des Antikommunismus
    jour fixe Initiative Berlin

    Auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist der Antikommunismus für unser gesellschaftliches Denken und Handeln nach wie vor von Bedeutung. Antikommunismus heute domestiziert und kanalisiert soziale Hoffnungen und Wünsche und versperrt den Blick auf Veränderung. Dabei bezieht er sich auf soziale Bewegungen, etablierte Machtordnungen und die Delegitimierung der Emanzipationsgeschichte.
    Wir stellen die symbolische Ordnung des Antikommunismus vor, um gemeinsam zu diskutieren, wie sie überwunden werden kann, um den Blick wieder zu öffnen hin zu einer erlösten Vergangenheit, einer befreiten Gegenwart und Zukunft.

    Danach: Manuelo & Dj Rollerei aus Berlin. Soul, Funk, Hiphop. Vinyl only.

    In der Küche zaubert das Kulinariat

    3. Mai, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr


    Get active! – Nationalismus ist keine Alternative

    Auftaktkonferenz der bayernweiten NIKA-Kampagne.

    Bayern 2018: während CSU und Staatsregierung im Wochentakt mit neuen Gesetzesverschärfungen gegen Refugees, Migrant_innen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und soziale Bewegungen vorgehen, etabliert sich die AfD mit besten Aussichten auf parlamentarische und gesellschaftliche Macht. Folgen diesen Rechtsrucks sind Ausbeutung, Abwertung, Ausgrenzung und Abschottung.
    Als radikale und außerparlamentarische Linke wollen wir etwas fundamental anderes: wir wollen eine Gesellschaft, die auf Solidarität und Selbstbestimmung, kollektiver Verfügung über den gesellschaftlichen Reichtum und der Gleichheit aller gründet. Als antifaschistische Linke machen wir die Erfahrung, dass viele unserer Strategien der Aufklärung und des Skandalisierens mehr und mehr ins Leere laufen – angesichts einer Gesellschaft, die sich an Hass und Hetze kaum noch stört. Das macht sie weder falsch noch unnötig, aber es macht es notwendig, neue offensive Strategien zu entwickeln. Politische Handlungsmacht entspringt kollektiven Erfahrungen, Solidarität und gemeinsamer Organisierung. Wir möchten daher allen linksradikalen und antifaschistischen Strukturen in Bayern den Vorschlag machen, den anstehenden Landtagswahlkampf der AfD zu nutzen, einen Austausch zu beginnen, aus der Zeit gefallene Spaltungslinien zu überwinden, uns zu organisieren, zu vernetzen und eine kollektive politische Praxis zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass der Wahlkampf und allen voran die politische Mobilisierung von rechts, die mit ihm zusammenfallen wird, Schwerpunkt der Arbeit antifaschistischer Gruppen in ganz Bayern sein wird. Greifen wir die politische Rechte nicht nur dafür an, dass sie skandalträchtige Positionen vertritt, sondern dafür, dass sie unseren eigenen emanzipatorischen Projekten im Weg steht. Alle diese Praxen wollen wir zu einer gemeinsamen Kampagne bündeln.

    Get active! – Nationalismus ist keine Alternative!

    Kommt alle zur Auftaktkonferenz der bayernweiten NIKA-Kampagne am 26. Mai in der Desi in Nürnberg (Brückenstr. 23). Euch erwarten Workshops und Debatte zu: Antifa, Antirassismus, Feminismus, Antisexismus, Umweltbewegung, Antirepression, Antikapitalismus, Organisierung…

    bayern.nika.mobi | fb.com/bayern.nika | twitter@nika-bayern


    Gegen Polizeistaat und Rechtsruck – PAG the Police

    Kein Freund, kein Helfer
    Aufruf für den antifaschistischen Block auf der Demonstration gegen das neue Bayerische Polizeiaufgabengesetz

    Mit den Plänen zu einem neuen Polizeiaufgabengesetz (PAG) will die CSU-Staatsregierung die Befugnisse der Polizei in einem seit 1945 nicht gekannten Maße ausweiten. Neben dem Abbau rechtstaatlicher Schranken, wie Gerichtsurteilen, und dem Ausbau geheimdienstlicher Befähigungen, beinhaltet das neue PAG Pläne für den Einsatz von Drohnen, Staatstrojanern oder V-Leuten und eine nahezu militärische Aufrüstung der Einsatzkräfte. Getragen von einer aufgebrachten Anti-Terror-Stimmung werden die Folgen des PAGs weite Teile der Bevölkerung treffen.
    Damit wird ein schnüffelnder Präventiv- und Überwachungsstaat vorangetrieben, vor dessen Hintergrund die Bewunderung der CSU für die autoritäre Regierung Orban in Ungarn kein bisschen verwundert. Aber auch hierzulande passt ein solches Gesetz nur allzu gut in die Zeit, wie die schielenden Blicke anderer Landesregierungen auf das sich zum Vorbild proklamierte bayerische Gesetz zeigen. Diese autoritäre Gesetzesinitiative passt zu einem politischen Diskurs, der von Abschottungsrethorik, rassistischen Verschärfungen und nationalistischem Taumel gezeichnet ist. Das Pochen auf einen Starken Staat, schlagkräftige Verfolgungsorgane und harte Strafen ist ebenso ein Kernbestandteil rechter Politik.
    Doch das PAG ist nicht die erste Maßnahme mit der Freiheitsrechte zugunsten von Sicherheitsimperativen zurückgeschraubt werden und viele dieser Maßnahmen waren keine Projekte der Union alleine, sie erhielten die Unterstützung der bürgerlichen Parteien. Deshalb beschränkt sich unsere Kritik auch nicht allein auf die geplanten Änderungen des PAGs: wir haben ein generelles Problem mit der Polizei! Als Repressionsorgan ist sie Garantin und Durchsetzerin der bürgerlichen Herrschafts- und Eigentumsordnung. Linke und antagonistische Bewegungen sind ihr somit per se suspekt und werden als Feind_innen behandelt. Es ist davon auszugehen, dass auch linke und antirassistische Bewegungen vom Ausbau der Repressionsmaßnahmen im PAG besonders betroffen sein werden. Wir wenden uns gegen den Generalangriff, den das PAG darstellt. Dem stellen wir unsere fundamentale Kritik an Staat, Nation und Kapitalismus entgegen. Deshalb sagen wir: No Justice – No Peace!

    Kommt in den antifaschistischen Block auf der No-PAG-Demo am 10.5.2018 um 13 Uhr auf dem Marienplatz in München


    Gegen die Reinhold-Elstner-Mahnwache

    Gegen Nazigedenken und Geschichtsrevisionismus
    Am 25. April planen Nazis um Roland Wuttke ihre jährliche Mahnwache für Reinhold Elstner. Auch dieses Jahr werden wir das nicht unkommentiert lassen. Kommt zu den antifaschistischen Protesten gegen die Nazi-”Gedenkwache” um 19:45 auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper.
    Ab Mitte der 90er Jahre dokumentierten zwei Wanderausstellungen des Hamburger Institut für Sozialforschung die Beteiligung der deutschen Wehrmacht am nationalsozialistischen Vernichtungskrieg, an Shoah und Porajmos. Aktionen gegen die Wehrmachtssatellungen stellten über Jahre ein zentrales Aktionsfeld der deutschen Rechten dar. Am 25. April 1995 setzte sich der ehemalige Wehrmachtssoldat und Holocaustleugner Reinhold Elstner vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz selbst in Brand. Er wollte dies als Protest gegen die Wehrmachtsausstellung verstanden wissen, die eine “ungeheuerliche Beleidigung deutscher Soldaten” darstelle. Der Münchner Naziszene gilt Elstner als Märtyrer und Held, zu seinem Todestag veranstalten sie jedes Jahr eine Mahnwache. Gerade jetzt gilt es sich der Normalisierung von Nazis auf der Straße entgegenzustellen. Unser Gedenken gilt den Opfern des nationalsozialistischen Terrors und Vernichtungskriegs!
    25.4.18, 19:45 Uhr, Max-Joseph-Platz


    12 Jahre Antifa-Café

    Das monatliche Antifa-Café wird 12 und das muss natürlich gefeiert werden:

    Vortrag:
    “Nicht jammern und picheln, hammern und sicheln!“
    Die Spontis im roten Jahrzehnt

    (Sebastian Kasper)
    Die Sponti-Bewegung ist mittlerweile weitestgehend in Vergessenheit geraten. Auch vielen (jüngeren) Linken ist diese Strömung der 1970er-Jahre allerhöchstens noch als Erfinderin lustiger Sprüche ein Begriff. Das ist eigentlich schade, waren es doch die Spontis, die den antiautoritären Inhalt der Jugendrevolte Ende der 1960er-Jahre retteten und die sozialen Bewegungen der 1970er-Jahre entscheidend prägten. Dabei entwickelten sie Inhalte und Protestformen, die bis heute die linksradikale Szene beeinflussen. Noch 1989 schrieb die Gruppe „Autonome Studis (Bolschewiki)“ aus Freiburg über die Bewegung der Autonomen „den ideologischen Überbau lieferten aber nicht die italienischen Autonomen, sondern die deutschen Spontis“. Gründe genug also sich die Spontis noch einmal genauer anzusehen und danach zu fragen, ob wir nicht auch heute noch aus den damaligen Diskussionen Erkenntnisse ziehen können. Dabei soll im Vortrag auch auf die 1970er-Jahre als das „rote Jahrzehnt“ der bundesrepublikanischen Geschichte eingegangen werden.

    Danach:
    Saal: Ingrid (Soul, Garage) und Aardvark (Funk, Soul, Breakbeat)
    Raum 2: Dolphin Love & Carmens Beste (House, Boogie, Acid)
    All DJs playing strictly vinyl

    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
    7. April, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)


    Gestern Halabdscha – heute Afrin

    Afrin wird bombardiert. Der Angriff der zweitgrößten NATO-Armee und dschihadistischer Milizen hat eine neue dramatische Phase erreicht. Es droht ein Massaker an der Bevölkerung, genau 30 Jahre nach dem Giftagasangriff von Halabdscha. Auch damals spielte ‘Exportweltmeister’ Deutschland eine besondere Rolle. Deutsche Firmen hatten einen großen Teil der nötigen Ausrüstung an den Irak geliefert. Heute rollen deutsche Panzer in Nordsyrien, während die deutsche Polizei für das AKP-Regime auf die Jagd nach Fahnen der YPG und YPJ geht. Die bevorstehenden Massaker müssen verhindert werden. Am Freitag, dem 30. Jahrestags von Halabdscha, findet eine Demonstration gegen den Angriffskrieg statt.

    Demo: 16. März, 15 Uhr, Karl-Stützel-Platz


    Antifa-Demo gegen Pegida und Rechtsruck

    Ein Kreis um die Dresdner Pegida-Vorstände Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz sowie den rechten Multifunktionär Michael Stürzenberger plant der dahinsiechenden rechten Sammlungsbewegung PEGIDA neues Leben einzuhauchen. Am 17. März ist ein Aufmarsch in München geplant.

    Angesichts zahlreicher interner Querelen und überholt durch den viel breiteren gesellschaftlichen Rechtsruck, mag Pegida vielleicht nicht wie das rechte Erfolgsprojekt schlechthin wirken: Andere Organisationen wie die AfD haben mit ihrer Etablierung weit mehr realen gesellschaftlichen Einfluss vorzuweisen, sind in ihrem Aktionsradius nicht so festgefahren und können mit dem einen oder anderen bezahlten Pöstchen für ambitionierte Rechtsaktivist_innen locken. Dennoch sollten wir als antifaschistische Linke Pegida nicht kleiner reden, als es ist. Unter diesem Banner hat sich eine gefährliche Mischszene gebildet, in der sich verschiedenste Spektren der Neuen Rechten ebenso wohlfühlen wie das Whoiswho militanter Nazis. Pegida hat eine nicht unwesentliche Rolle im politischen Aufstieg einer mittlerweile viel weitreichenderen extremen Rechten gespielt. Dieser gesamtgesellschaftliche Angriff stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für alle emanzipatorischen Errungenschaften dar. Das politische Klima sieht düster aus in Deutschland 2018, mit einer CSU die kein Blatt mehr vor den Mund nimmt, einem sich sich stetig nach Rechts verschiebenden Diskurs im gesamteuropäischen Maßstab, dem Generalangriff auf die Rechte von Geflüchteten und einem immer geringer wahrnehmbaren Widerstand dagegen. Dass wir uns im Kampf für ein besseres Leben für Alle nicht auf den Staat – schon gar nicht auf den Bayerischen – verlassen können, ist keine Neuigkeit: Antifa ist und bleibt Handarbeit.

    Demo: 17.3. 14:30 Gärtnerplatz


    Untergangster des Abendlandes

    Ideologie und Rezeption der “Identitären”
    Vortrag, Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen.

    Die „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen der außerparlamentarischen extremen Rechten in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.
    Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
    Der Sammelband Untergangster des Abendlandes nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen der extremen Rechten in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

    14. März, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Vortrag: 21 Uhr


    Antifa-Café: Autonomie unter Beschuss

    Hintergründe zur Situation in Nordsyrien
    Mit Leopard II Panzern deutscher Produktion, schweren Waffen und Flächenbombardements führt der türkische Staat Krieg gegen den Kanton Afrin. Der Angriff richtet sich gegen die „Demokratische Föderation Nordsyrien“ als Ganzes, die Kriegspropaganda verspricht einen Vormarsch bis Manbidsch im Handstreich. Unterdessen geht die deutsche Polizei auf die Jagd nach Fahnen der YPG und YPJ.
    In diesem Antifa-Café soll es um die aktuellen Entwicklungen und die politische Situation in der Selbstverwaltungsregion im Norden Syriens gehen. Was bezweckt das AKP-Regime? Welche Rolle spielt der deutsche Staat und warum greift eine Kritik, die sich bloß auf Waffenexporte konzentriert, wesentlich zu kurz? Und was ist eigentlich mit den anderen Mächten, die in der Region ihre je eigene Agenda verfolgen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Genoss*innen aus linken kurdischen Zusammenhängen diskutieren.

    Außerdem wie immer Essen und Musik.

    Offen: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
    1. März, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)


    Make feminism a threat!

    Am 8. März wird es in München , wie in vielen anderen Städten auch, eine Demo zum Frauen*kampftag geben. Los geht es um 17 Uhr auf dem Marienplatz.

    Nationalismus ist keine Alternative
    ruft zur bundesweiten Aktionswoche vom 1. – 8. März gegen die Akteure des antifeministischen Rollbacks und natürlich zur Demo-Teilnahme auf:

    Die letzten Jahre sind geprägt von feministischen Massenprotesten weltweit: Women‘s Marches, besonders erfolgreich in den USA gegen die Trump- Administration, das Sichtbarmachen von sexualisierter Gewalt während der MeToo-Debatte, oder das Ablegen der Kopftücher im Iran im Zuge der diesjährigen Aufstände. Auch wenn diese Proteste in Teilen widersprüchlich sind, zeigen sie dennoch, dass feministische Kämpfe immer noch geführt werden müssen. Und das entgegen all derjenigen Stimmen, die trotzig wiederholen, Gleichberechtigung sei für alle Frauen* längst Realität. Dem ist mitnichten so – selbst hart erkämpfte Standards werden heute wieder in Frage gestellt: unterschiedliche antifeministische Projekte haben Konjunktur und greifen die Errungenschaften und Forderungen der Frauen*bewegungen aggressiv an. Doch davon lassen wir uns nicht einschüchtern und tragen auch dieses Jahr unsere wütende Kritik auf die Straße!
    (weiterlesen)

    Feminist Subversion und Deconstruct Reality mobilisieren unter dem Motto Antifeminist*innen das Handwerk legen! zur Demo:

    Das Patriarchat ist alt und umgibt uns überall. Täglich reproduzieren wir es in der Art, wie wir miteinander umgehen und uns gegenseitig wahrnehmen. (weiterlesen)

    Do. 8. März, 17 Uhr, Marienplatz


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