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  • Antifa-Demo gegen Pegida und Rechtsruck

    Ein Kreis um die Dresdner Pegida-Vorstände Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz sowie den rechten Multifunktionär Michael Stürzenberger plant der dahinsiechenden rechten Sammlungsbewegung PEGIDA neues Leben einzuhauchen. Am 17. März ist ein Aufmarsch in München geplant.

    Angesichts zahlreicher interner Querelen und überholt durch den viel breiteren gesellschaftlichen Rechtsruck, mag Pegida vielleicht nicht wie das rechte Erfolgsprojekt schlechthin wirken: Andere Organisationen wie die AfD haben mit ihrer Etablierung weit mehr realen gesellschaftlichen Einfluss vorzuweisen, sind in ihrem Aktionsradius nicht so festgefahren und können mit dem einen oder anderen bezahlten Pöstchen für ambitionierte Rechtsaktivist_innen locken. Dennoch sollten wir als antifaschistische Linke Pegida nicht kleiner reden, als es ist. Unter diesem Banner hat sich eine gefährliche Mischszene gebildet, in der sich verschiedenste Spektren der Neuen Rechten ebenso wohlfühlen wie das Whoiswho militanter Nazis. Pegida hat eine nicht unwesentliche Rolle im politischen Aufstieg einer mittlerweile viel weitreichenderen extremen Rechten gespielt. Dieser gesamtgesellschaftliche Angriff stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für alle emanzipatorischen Errungenschaften dar. Das politische Klima sieht düster aus in Deutschland 2018, mit einer CSU die kein Blatt mehr vor den Mund nimmt, einem sich sich stetig nach Rechts verschiebenden Diskurs im gesamteuropäischen Maßstab, dem Generalangriff auf die Rechte von Geflüchteten und einem immer geringer wahrnehmbaren Widerstand dagegen. Dass wir uns im Kampf für ein besseres Leben für Alle nicht auf den Staat – schon gar nicht auf den Bayerischen – verlassen können, ist keine Neuigkeit: Antifa ist und bleibt Handarbeit.

    Demo: 17.3. 14:30 Gärtnerplatz


    Untergangster des Abendlandes

    Ideologie und Rezeption der “Identitären”
    Vortrag, Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen.

    Die „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen der außerparlamentarischen extremen Rechten in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.
    Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
    Der Sammelband Untergangster des Abendlandes nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen der extremen Rechten in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

    14. März, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Vortrag: 21 Uhr


    Antifa-Café: Autonomie unter Beschuss

    Hintergründe zur Situation in Nordsyrien
    Mit Leopard II Panzern deutscher Produktion, schweren Waffen und Flächenbombardements führt der türkische Staat Krieg gegen den Kanton Afrin. Der Angriff richtet sich gegen die „Demokratische Föderation Nordsyrien“ als Ganzes, die Kriegspropaganda verspricht einen Vormarsch bis Manbidsch im Handstreich. Unterdessen geht die deutsche Polizei auf die Jagd nach Fahnen der YPG und YPJ.
    In diesem Antifa-Café soll es um die aktuellen Entwicklungen und die politische Situation in der Selbstverwaltungsregion im Norden Syriens gehen. Was bezweckt das AKP-Regime? Welche Rolle spielt der deutsche Staat und warum greift eine Kritik, die sich bloß auf Waffenexporte konzentriert, wesentlich zu kurz? Und was ist eigentlich mit den anderen Mächten, die in der Region ihre je eigene Agenda verfolgen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Genoss*innen aus linken kurdischen Zusammenhängen diskutieren.

    Außerdem wie immer Essen und Musik.

    Offen: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
    1. März, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)


    Make feminism a threat!

    Am 8. März wird es in München , wie in vielen anderen Städten auch, eine Demo zum Frauen*kampftag geben. Los geht es um 17 Uhr auf dem Marienplatz.

    Nationalismus ist keine Alternative
    ruft zur bundesweiten Aktionswoche vom 1. – 8. März gegen die Akteure des antifeministischen Rollbacks und natürlich zur Demo-Teilnahme auf:

    Die letzten Jahre sind geprägt von feministischen Massenprotesten weltweit: Women‘s Marches, besonders erfolgreich in den USA gegen die Trump- Administration, das Sichtbarmachen von sexualisierter Gewalt während der MeToo-Debatte, oder das Ablegen der Kopftücher im Iran im Zuge der diesjährigen Aufstände. Auch wenn diese Proteste in Teilen widersprüchlich sind, zeigen sie dennoch, dass feministische Kämpfe immer noch geführt werden müssen. Und das entgegen all derjenigen Stimmen, die trotzig wiederholen, Gleichberechtigung sei für alle Frauen* längst Realität. Dem ist mitnichten so – selbst hart erkämpfte Standards werden heute wieder in Frage gestellt: unterschiedliche antifeministische Projekte haben Konjunktur und greifen die Errungenschaften und Forderungen der Frauen*bewegungen aggressiv an. Doch davon lassen wir uns nicht einschüchtern und tragen auch dieses Jahr unsere wütende Kritik auf die Straße!
    (weiterlesen)

    Feminist Subversion und Deconstruct Reality mobilisieren unter dem Motto Antifeminist*innen das Handwerk legen! zur Demo:

    Das Patriarchat ist alt und umgibt uns überall. Täglich reproduzieren wir es in der Art, wie wir miteinander umgehen und uns gegenseitig wahrnehmen. (weiterlesen)

    Do. 8. März, 17 Uhr, Marienplatz


    5 Jahre NSU-Prozess

    Kein Schlussstrich

    Seit nun bald 5 Jahren läuft vor dem OLG München der NSU-Prozess. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 ist mit einer Urteilsverkündung zu rechnen. Weil das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte, bedeutet, werden in München am Tag der Urteilsverkündung Aktionen und eine Demonstration stattfinden.
    Alle wichtigen Infos findet ihr auf nsuprozess.net

    Aktuell laufen zwei empfehlenswerte Veranstaltungsreihen zum NSU-Komplex:

    Das Offene Antifatreffen München organisiert vom 7. Februar bis zum 7. März eine kleine Reihe u.a. mit Workshop, gemeinsamen Prozessbesuch und Transpi-Malen. (Mehr Infos)

    Vom 4. Februar bis zum 31. März organisiert contre la tristesse in Rosenheim die Veranstaltungsreihe „Kein Schlusstrich – NSU-Komplex und rechter Terror in Bayern“. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe gibt es jeden zweiten Sonntag (19:00 Uhr) eine Veranstaltung (Film & Vortrag) sowie eine die Ausstellung „Das NSU Netzwerk“. (Zur Veranstaltungsübersicht)


    Afrin ist nicht allein

    Solidarität mit Rojava.

    Gemeinsam mit islamistischen Verbänden rückt die türkische Armee weiterhin auf Afrin vor. Moskau und Washington halten sich vornehm raus und machen den Angriffskrieg dadurch erst möglich. Gewohnheitsmäßig ist auch das ideelle Gesamtschwein Deutschland nicht weit, wenn es irgendwo hässlich wird: Während Leopardpanzer made in Germany über die türkisch-syrische Grenze rollen, sind die nächsten Deals schon in der Mache. Erdoğan hat bereits angekündigt, dass der Angriff auf Afrin erst der Anfang ist. Das Ziel ist die Vernichtung der Errungenschaften des revolutionären Projektes Rojava. Umso mehr ist es jetzt wichtig, die Solidarität mit Rojava und denjenigen, die sich den dschihadistischen Mörderbanden von Daesh in den Weg gestellt haben, auf der Straße zu organisieren. Neben anderen Städten, wird es am Samstag, den 3. Februar, auch in München eine Demonstration in Solidarität mit Afrin geben. Beginn ist um 16 Uhr am Stachus.


    Antifa-Café: “Wir wollen Gott”

    Zur (extremen) Rechten in Polen
    Im Zuge des nationalistischen Backlash in Europa erweist sich die Polnische Rechte als besonders erfolgreich. Wie gering die Berührungsängste zwischen extrem rechten Akteuren, Politik und Zivilgesellschaft sind, zeigt sich etwa Ende 2017, als 60.000 Menschen zum „99. Nationalfeiertag der Unabhängigkeit“ in Warschau auf die Straße gehen. Ganz selbstverständlich kommen da Menschen zusammen, die sich andernorts wohl um mehr Abstand bemühen würden. Die Banner-Schriftzüge „Weißes Europa brüderlicher Nationen“ leuchten rot im Licht der Bengalischen Feuer neonazistischer Gruppen, die neben jungen Familien aus dem Hipster-Viertel und dem alten Dorf-Pfaffen laufen. Ein weiß-rotes Flaggenmeer, treibt Regierungsmitglied Blaszcak vor laufender Kamera die Freudentränen in die Augen. Eröffnet wird der Marsch mit einer katholischen Open-Air Messe – das einende Motto ist: „My chcemy Boga!“ (“Wir wollen Gott!”) – die Übersetzung der extremen Rechten für: „Unser Land gehört den (weißen) Katholiken“. Der größte nationalistische Marsch Europas steht exemplarisch für die Verfasstheit und Struktur der polnischen Rechten, die sich deutlich von der hiesigen unterscheidet. Um diese Zusammenhänge und Verhältnisse aufzuklären, kommt Kapturak am 1. Februar aus Warschau zu uns nach München ins Antifa-Café. Der Social Media Aktivist @kapturak berichtet täglich zur polnischen und tschechischen Rechten.

    01.02.2018 Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr


    Antifa Soli Auktion

    Am 29. Dezember steigt endlich die jährliche Benefizversteigerung zugunsten antifaschistischer Politik in München.

    Auch dieses Jahr kommen wieder Kunst und Kitsch, Kuriositäten und Kostbarkeiten unter den Hammer. Und ihr könnt mitmachen: Bringt missglückte Weihnachtsgeschenke, mit Liebe Selbstgebasteltes, vergessene und verstaubte Kleinode und wir verwandeln das Ganze in Solikohle.

    Wie gewohnt wird der Abend mit kulinarischen und musikalischen Delikatessen abgerundet.

    29. Dezember, Kafe Marat, Thalkirchnerstraße 102


    Film: The Antifascists

    2013 attackiert eine Gruppe bewaffneter Nazis eine Demonstration in Stockholm. Mehrere Menschen werden verletzt. In Griechenland wird die Neonazi-Partei Goldenen Morgenröte zwischenzeitlich zur drittstärksten Kraft und in Malmö werden antifaschistische Aktivist_innen von Nazis mit Messern angegriffen. Showan Shattak muss in ein künstliches Koma versetzt werden.

    Der Film ‚The Antifascists‘ gibt einen Einblick in die Entwicklungen der antifaschistischen Bewegungen in Griechenland und Schweden und lässt verschiedene Protagonist_innen antifaschistischer Kämpfe zu Wort kommen.

    Sprache: Griechisch, Schwedisch mit englischen Untertiteln

    20.12.17 Werkstattkino, Frauenhoferstraße 9, 18:30 Uhr


    Antifa-Café: 10 Thesen zum Islamismus

    La banda vaga zu den materiellen und historischen Grundlagen des Islamismus.

    Der Islamismus ist ohne Frage eines der zentralen Themen der Gegenwart. Die journalistische und wissenschaftliche Flut an Interpretationen und Theorien ist kaum noch zu überschauen, lediglich brauchbare materialistische Analysen tauchen wenn überhaupt nur vereinzelt auf. Dies führt, auch unter Linken, nicht selten zu katastrophalen politischen Einschätzungen: Für die einen sind zumindest bestimmte islamistische Gruppierungen Ausdruck eines berechtigten antiimperialistischen Widerstandes, andere wiederum wollen dem Islamismus im Schulterschluss mit Staat und Militär mit „westlichen Werten“ entgegentreten. Beides ist unserer Ansicht nach verfehlt. Darum haben wir den Versuch unternommen, uns dem Phänomen mit einigen Thesen über die materiellen und historischen Grundlagen des Islamismus sowie zu den daraus resultierenden politischen Konsequenzen anzunähern. Diese Thesen, die im neuen Kosmoprolet #5 erscheinen, würden wir gerne mit euch diskutieren.

    07.12.2017 Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr


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