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  • talkin `bout a revolution n°3

    Die Veranstaltungsreihe zur Einführung in die Gesellschaftskritik geht in die dritte Runde. Diesmal:

    Einführung in Faschismustheorien (Mathias Wörsching)

    In der Faschismustheorie geht es um die Beschreibung und Erklärung von Faschismus als politischer Ideologie, Bewegung, Herrschafts- und Praxisform in der globalen kapitalistischen Moderne. Faschismustheorie liefert keine direkte Anleitung für antifaschistische Strategie, aber ganz ohne theoretische Orientierung ist antifaschistische Strategiebildung wiederum auch nicht zu haben. Nur eins von vielen Problemen dabei ist, dass die Bezeichnung „Faschismus“ innerhalb und außerhalb der politischen Linken häufig als reiner Kampfbegriff verwendet und dadurch entwertet wurde und wird. Die Veranstaltung soll versuchen, zumindest ein bisschen Klarheit in die begriffliche Verwirrung zu bringen.

    15. Juni, Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102), 21 Uhr


    Antifa-Café: Die Kriegskunst des Kapitals. Zur Logistik.

    Wie jeden ersten Donnerstag im Monat, findet am 1. Juni das Antifa-Café im Kafe Marat statt:

    Der G20-Gipfel wirft seine Schatten voraus. Neben den altbekannten VerwalterInnen des Neoliberalismus, werden auch Trump, Erdoğan, Modi und Putin kommen – selten war die Quote autoritärer Gipfelteilnehmer so imposant. Dennoch mobilisieren wir nicht an die Zäune der Mächtigen, sondern zum Hamburger Hafen, Deutschlands „Tor zur Welt“. Unter dem Slogan „Shut down the Logisitcs of Capital“, soll das Kapital da getroffen werden wo es wirklich weh tut: seiner Logistik. Doch was ist das überhaupt? Ist es nicht gut, dass wir alles was wir wollen, uns innerhalb kürzester Zeit von überall liefern lassen können? Warum sollen sich gerade hier neue, erfolgsversprechende Möglichkeiten für (Arbeits-)Kämpfe bieten? Und was hat das überhaupt mit den G20 zu tun? All diese Fragen, versuchen wir in der Veranstaltung zu beantworten.

    Außerdem: Antifa-News, Musik und kühle Getränke. In der Küche zaubert das Kulinariat.

    01.06.17 Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102)
    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr


    Comicvorstellung mit Zerocalcare: Kobane Calling

    Als Teil einer Soli-Gruppe reiste der italienische Comiczeichner ZeroCalcare in das türkisch-syrische Grenzgebiet . Er besuchte Rojava mehrere Male und brachte 2015 die erste, italienischsprachige Version von „Kobane Calling“ heraus. Zerocalcare erzählt die Geschichte seiner Erfahrungen in Rojava am Ende des Jahres 2014 als der so genannte Islamische Staat vor den Toren Kobanes steht. Sein Bericht ist nicht nur eine große Reportage, sondern zugleich ein Appell an die Herzen und ein Aufruf um Unterstützung: Kobane calling!
    Gemeinsam mit Beyond Europe hatten wir Anfang des Jahres schon einen deutschsprachigen Ausschnitt veröffentlicht. Im Avant-Verlag ist nun die komplette Graphic Novel erhältlich.
    Am 25. Mai wird Zerocalcare daher seine Veröffentlichung im kurdischen Gesellschaftszentrum in München vorstellen.

    Beginn: 20 Uhr

    25.5.17 Kurdisches Gesellschaftszentrum
    Arnulfstr. 197, München


    Antifakongress Bayern

    2017 kommt der Antifa-Kongress Bayern wieder nach München. Vom 3. bis zum 5. November wollen wir mit euch gemeinsam in Austausch treten, diskutieren, Perspektiven und Strategien entwickeln. In einer Reihe von Vorträgen werden wir uns mit rechten Bewegungen, Ressentiments und Ausgrenzung auseinandersetzen und an Debatten um Kapitalismuskritik, Geschlechterverhältnis und Alternativen zu den herrschenden Zuständen anknüpfen. Auch dieses Jahr soll der Kongress einen Rahmen zum Kennenlernen und Vernetzen bieten.
    Außerdem werden wieder praktische Workshops, etwa zu Emotionaler Erster Hilfe, Stop-Deportation- und Demosani-Arbeit, auf dem Programm stehen. Und natürlich wird auch diesmal Party und Abgehänge nicht zu kurz kommen.

    antifakongress.blogsport.eu


    Zum G20 in Hamburg: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen!

    Aufruf von …ums Ganze! anlässlich des Treffens der G20 in Hamburg im Juli 2017.

    Solange es Herren und Sklaven gibt,
    sind wir aus unserem Auftrag nicht entlassen.

    Hamburg, Tor zur Welt. Das passt doch, denn hier wird es im Juli 2017 stattfinden, das Treffen der zwanzig wichtigsten Charaktermasken des globalen Kapitalismus und ihrem Gefolge. Beim G20-Gipfel treiben die zwanzig wirtschaftsstärksten Staaten die Zurichtung der Welt für ihre kapitalistische Benutzung voran. Und dabei ist der Zustand dieser Welt nach bereits zwei Jahrhunderten zunehmend globaler Mehrwertproduktion mit ihren unauflöslichen Widersprüchen und ihrer grotesken Reichtumsverteilung bereits denkbar katastrophal. In ihr ist es möglich, dass im Burggraben der Festung Europa jedes Jahr mehrere Tausend vor Krieg und Armut flüchtende Menschen ertrinken, während sich der Hamburger Senat bei der Ausrichtung eines politischen Events, das eben diese zehntausendfachen Tode mitverwaltet, als kosmopolitisch und weltoffen inszeniert. Angesichts dieser Gegenwart und der Erfahrungen mit Globalisierungsbewegung, Krisenverwaltung und Gegenprotesten reicht es nicht, das Szenario von Seattle und Heiligendamm einfach zu wiederholen.
    (weiterlesen)


    Antifa-Café

    Anything goes? „Dekonstruktion“ und „Materialismus“.
    mit Rambo D’Agostino

    Spätestens seit Marx‘ polemisch polternder These, die Philosophie habe es in all den Jahrhunderten zu nichts weiter gebracht, als die Wirklichkeit verschieden zu interpretieren, wobei die wirkliche Aufgabe im Gegenteil darin bestehe, genau diese Wirklichkeit zu verändern, ist die Frage zum Verhältnis von Theorie und Praxis beständiges Thema der Linken. Aller Linken. Ganz egal, ob man nun der zupackenden „Kritik im Handgemenge“ (Marx) den Vorzug gibt oder doch „hin und her gerissen zwischen Verstehen-Wollen und Handeln-Müssen“ (Blumfeld) bleibt: das problematische Verhältnis von Theorie und Praxis scheint unauflösbar. Und genau das ist es auch.
    Der Vortrag geht der Frage nach der Übersetzung theoretischer Begriffe in politischer Praxis nach. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Begriffe „Dekonstruktion“ und „Materialismus“. Sie bilden das Vokabular und den theoretischen Rahmen aktueller Debatten um Klassenkampf, Antirassismus und Feminismus, um Fragen von Objektivität, Subjektivität und Identität.

    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
    4. Mai Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102)


    TALKIN `BOUT A REVOLUTION N°2

    Die Veranstaltungsreihe zur Einführung in die Gesellschaftskritik geht in die zweite Runde.

    Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe:
    Entfremdung und (Lohn-)Arbeit. Eine Einführung in die Ökonomiekritik von Karl Marx

    Karl Marx analysiert die bürgerliche Gesellschaft als ein System, in dem alle Menschen den strukturellen Zwängen des Kapitals unterworfen sind. Nicht Entfaltung und Bedürfnisbefriedigung der Menschen, sondern Profitproduktion durch Ausbeutung von Lohnarbeit ist Marx zufolge das objektive, von den Strukturen einer Gesellschaft des Privateigentums und Marktes aufgezwungene Ziel der „Wirtschaft“. In diesem Kontext unterscheidet er zwei Formen von Entfremdung, denen die Menschen im Kapitalismus ausgeliefert sind. Eine allgemeine, die alle Menschen betrifft und auf die Unbeherrschbarkeit der Mechanismen materieller Reproduktion und den allgemeinen Zwang zur wechselseitigen Instrumentalisierung und Selbstinstrumentalisierung der Individuen für einen unmenschlichen Zweck abzielt. Und eine besondere Form der Entfremdung, die vor allem die Lohnabhängigen betrifft.
    Der Vortrag soll einige Grundzüge der Marx‘schen Kapitalismuskritik mit Schwerpunkt auf diesen Formen der Entfremdung vorstellen.

    Beginn: 21 Uhr
    26. April, Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102)


    Südblock G20

    Am 7. und 8. Juli 2017 trifft sich die G20-Gruppe im Herzen Hamburgs. Neben Staats- und Regierungsoberhäuptern kommen da allerlei Vorsitzende verschiedener internationaler Organisationen und regionaler Verbände zusammen. Und wohl auch ein ganzer Haufen von Leuten, die so ihre Probleme mit den herrschenden Verhältnissen haben.

    Auf der bayernweiten Mobilisierungs- und Infoplattform zu den Protesten anlässlich des G20-Gipfels, erfahrt ihr alles zu Veranstaltungen, Mobilisierung und gemeinsamer Anreise aus dem Süden: Südblock G20


    4 Jahre NSU-Prozess: Kein Schlussstrich!

    Aufruf zu einer Demonstration und Aktionen zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München

    Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

    Wir wollen wissen, wer für die Mordserie, die Anschläge und den Terror verantwortlich ist. Die Beschränkung der Bundesanwaltschaft auf das Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und ihr nächstes Umfeld ignoriert den Netzwerkcharakter des „Nationalsozialistischen Untergrunds“. Der NSU war keine isolierte Zelle aus drei Personen, der NSU war auch mehr als die fünf Angeklagten vor dem Oberlandesgericht. Nicht zuletzt die Arbeit der Nebenklage hat diese Grundannahme längst widerlegt. Ohne militante Nazi-Strukturen wie Blood and Honour, lokale Kameradschaften oder etwa den Thüringer Heimatschutz um V-Mann Tino Brandt und Ralf Wohlleben, wäre der NSU wohl schwer möglich gewesen. Die Aufklärung im Rahmen des Prozesses wurde jedoch konsequent unterbunden, auch durch die eng geführte Anklageschrift der Bundesanwaltschaft und die Weigerung, der Nebenklage komplette Akteneinsicht zu gewähren.

    Es geht uns um die Entschädigung der Betroffenen, Überlebenden und Hinterbliebenen sowie die Würdigung ihrer Perspektive in der Debatte. Es war gerade auch das Umfeld der Mordopfer, das früh darauf bestand, eine rassistische Motivation für die Taten in die Ermittlungen einzubeziehen. (weiterlesen)

    Infos: nsuprozess.net


    shut down the logistics of capital

    Hamburg ist immer eine Reise wert. Im Juli 2017 gilt das gleich doppelt. Zum einen findet dort als Höhepunkt und Abschluss der deutschen G20-Präsidentschaft der G20-Gipfel statt. Mit Medienrummel, Polizeiparade und allem Drum und Dran. Zum anderen ist Hamburg mit seinem Hafen auch eine wichtige Drehscheibe der deutschen Exportwirtschaft und des globalen Warenverkehrs – und damit die passende Bühne, um Staat und Kapital einen Strich durch die Rechnung zu machen. Denn hier, im drittgrößten Hafen Europas, wird die Infrastruktur dieser Misere fleißig am Leben erhalten. Während die 20 Staatschefinnen und -chefs, dieses Mal mit besonders haarsträubender Besetzung, ihre Show der Superlative abziehen, werden wir dort ansetzen, wo es wirklich weh tut: an der Logistik des Kapitals. Mit der Unterbrechung der Transportketten und der Störung ihrer Knotenpunkte kann der Sachzwang kapitalistischer Globalisierung politisierbar gemacht werden – und genau das ist unser Plan! Im Juli werden wir in Hamburg da sein, wo die Waren grenzenlos über die Weltmeere gehandelt werden, während flüchtende Menschen in den selben Gewässern tausendfach ertrinken. Wir rufen auf: Shut down the harbour! Fight the logistics of capital! Hamburg city strike!

    Infos: shutdown-hamburg.org
    Kurzaufruf: Don’t fight the players, fight the game


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