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  • It’s all about solidarity

    Am 24.8.19 nach Dresden!
    Der 1. September wird ein schöner Tag für die AfD. Denn da wird die rechte Partei mit großem Stimmgewinn, wahrscheinlich sogar als stärkste Kraft aus der sächsischen Landtagswahl gehen. Am 24. August werden die Straßen Dresdens allerdings nicht den Deutschlandfahnen und ihren Fans gehören. An dem Samstag werden tausende Leute das Bild prägen, denen etwas anderes vorschwebt als die Herrschaft des Bösen. Auch wir, als Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“, werden dabei sein und uns aus Bayern auf den Weg machen. Und das nicht, weil wir in Besserwessi-Manier denen da drüben was von Demokratie erzählen möchten oder ein Westpaket voller guter Ratschläge auf die Reise schicken wollen. Ganz im Gegenteil.

    Vom Upside-Down nach Mordor.

    Bayern und Sachsen haben einiges gemeinsam. Damit meinen wir weniger die eigenartige Brauchtumspflege und den ulkigen Zungenschlag, als vielmehr gewisse sozialstrukturelle Ähnlichkeiten und politische Parallelen. Über die letzten Jahrzehnte regieren hier wie da Unionsparteien, nahezu seit der jeweiligen Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland. Rückschrittliche Gesellschaftsbilder treffen auf die Inszenierung als Innovationszentrum und Bildungsstandort. Law-And-Order-Vorstöße, fiesere Versammlungs- oder Polizeigesetze, neues Spielzeug für Polizei und Geheimdienste… vieles wird zuerst in Bayern und oder Sachsen ausprobiert, was später mal für ganz Deutschland gedacht ist. In der Regel geht das ohne großes Murren über die Bühne, die kritische Öffentlichkeit der restlichen Bundesländer verbucht das unter Folklore und jedes noch so appetitverderbende reaktionäre Mistgelaber gilt als irgendwie nicht ganz so ernst zu nehmen, weil diejenigen, die es in die Kameras rülpsen, komisch aussehen oder komisch reden. So werden rechte Messages verharmlost und ihre Urheber*innen gleich mit, denn die sind keine Comedians sondern Leute mit reeller politischer Macht. Leute, die tatsächlich in der Lage sind, Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Vieles, was in Sachsen passiert, kommt uns in Bayern ganz schön bekannt vor. Allerdings bleibt uns bei einer Menge Sachen, die dort los sind, dann doch auch die Spucke weg. Ganze Landstriche mit Neonazi-Gewaltmonopol, rechte Dauermobilmachung und einträchtiges Get-together von Bürgerinnen, Staatsdienern mit Deutschlandfischerhüten und 90er-Jahre-Klischeefaschos mit KZ-Abbildungen auf den Plauzen. Und während etwa in München zumindest gegen die ganz besonders wüsten Vorstöße der CSU durchaus mal Zehntausende auf die Straße gehen können, bleiben in Dresden die korrekten Leute häufig ganz schön allein, trotz cooler Aktionen, trotz allem Arschaufgereiße.
    Diese Kämpfe zu supporten ist ganz einfach eine Frage der Solidarität. Und genau darum geht es. Wir haben keinen Bock auf die Wahl zwischen den herrschenden Verhältnissen und ihren widerlichen Alternativen, die da aus der Wahlkabine winken. Wenn wir dem Rechtsruck ordentlich Kontra geben wollen, dann müssen wir linke, antifaschistische und antirassistische Alltagskämpfe zusammenbringen. Dafür ist der 24. August eine wunderbare Gelegenheit. Es gibt also einen ganzen Haufen Gründe aus Bayern nach Sachsen zu fahren: Weil wir da mit vielen Leuten gemeinsam was reißen können, weil fünf Finger eine Faust sind, weil sich die sächsische Naziszene schon viel zu lang recht ungestört mit nordbayerischen Nazis connected, weil es der Anstand gebietet und nicht zuletzt: Einige unserer besten Freund*innen wohnen da.

    Fahrt mit uns am 24. August nach Dresden!

    Wir sehen uns im gemeinsamen Block mit Tribunal “NSU-Komplex Auflösen”, We’ll Come United und NIKA.
    Aus verschiedenen Städten fahren Busse. Achtet auf Ankündigungen.