Erinnern heißt Recherche

Es sind heute bekannte Gewissheiten, nicht nur in antifaschistischen Kreisen: Dass Raphael Blumenstock 1990 in Ulm wahrscheinlich aus queerfeindlicher Motivation umgebracht wurde. Dass der Täter des tödlichen Anschlags von Saarlouis 1991 ein von Anfang an namentlich bekannter Neonazi war (der erst 2023 juristisch zur Rechenschaft gezogen wurde). Oder dass der NSU ein neonazistisches Netzwerk und kein „Trio“ darstellte. Und ein konsequentes Vorgehen gegen das Kasseler NSU-Umfeld womöglich 2019 den Mord an Walter Lübcke verhindert hätte. weiterlesen>>

Fundis die Zähne zeigen

Für den 18. April steht in München wieder eine der zentralen Veranstaltungen der Anti-Choice-Bewegung im deutschsprachigen Raum auf dem Programm: der „Marsch fürs Leben“. Was als familienfreundliches Großevent mit bunten Luftballons und schunkelkompatibler Musik angekündigt ist, wird auch dieses Mal ein breites, antifeministisches Patchwork-Spektrum von radikalen AbtreibungsgegnerInnen, christlichen Fundis, Konservativen sowie extrem rechten Akteuren wie der AfD oder völkische Burschenschaften zusammenbringen. weiterlesen>>

Antifa-Café

Von der Räterepublik zu den Schwabinger Krawallen – Kontinuität und Bruch in der Bayerischen Polizei (Niklas Lefflik)

Die Beschäftigung mit Kontinuitäten des Nationalsozialismus innerhalb staatlicher Behörden allgemein und insbesondere der Staatsgewalt hat seit seiner militärischen Zerschlagung eine gewisse Tradition in der deutschen Linken. Ob übernommenes (Spitzen-)Personal oder tradierte antiziganistische oder queerfeindliche Erfassungspraktiken, vieles war bereits Gegenstand kritischer antifaschistischer Analysen. weiterlesen>>

Erinnern heißt Staatskritik

Dynamiken der Institutionalisierung von Erinnerung an rechte Gewalt zwischen Staat und Zivilgesellschaft.(Daniel Günther)

Rechte Gewalt nach 1945 in den postnationalsozialistischen deutschen Staaten ist ein Störfaktor für das weit verbreitete Normalitätsbegehren. Denn sie verweist entgegen hegemonialer nationaler Selbstbilder immer wieder auf ideologische und gesellschaftliche Kontinuitäten und damit auf das Nachleben der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Gegenwart. weiterlesen>>

Antifa heißt Erinnern!

Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Am 22.07.2026 jährt sich das rassistische Attentat vom Münchner Olympiaeinkaufszentrum (OEZ), bei dem diese neun Menschen ermordet wurden, zum 10. Mal. Als Antifas aus München, die immer wieder zum Thema rechter Terror gearbeitet haben, ist dies für uns ein Moment um zurück zu blicken und einige Überlegungen und Erkenntnisse zusammenzutragen. Denn die Auseinandersetzung mit rechtem Terror muss sich auch auf die Bedingungen richten, die ihn immer wieder möglich machen. weiterlesen>>

Pro Choice

Gegen den rechten „Marsch fürs Leben“!
Feminismus in die Offensive!

Für den 18. April 2026 ist in München wieder einmal der sogenannte „Marsch fürs Leben“ geplant. Hinter dem so harmlos anmutenden Begriff versteckt sich der größte rechte Aufmarsch in ganz Bayern. Hier kommen jedes Jahr aufs neue radikale Abtreibungsgegnerinnen, christliche Fundamentalistinnen, Konservative und extrem Rechte aus ganz Deutschland zusammen… weiterlesen>>

Antifa-Café

Das Deutsche Demokratische Reich – Geschichtskonstruktionen der extremen Rechten (Volker Weiß)

»Linke Nazis«, »geistiger Bürgerkrieg« und das »Deutsche Demokratische Reich« – mit provokanten Begriffen inszeniert die Neue Rechte ihren gegenwärtigen Kampf um die Deutungshoheit. In seiner Analyse „Das Deutsche Demokratische Reich“ zeigt Historiker und Journalist Volker Weiß, wie Geschichte und Sprache von rechts vereinnahmt und uminterpretiert werden. weiterlesen>>

Keine Ruhe den Rechten

Gegen den AfD-Wahlkampfabschluss

Die AfD plant für Samstag den 7. März eine große Wahlkampf-Kundgebung in München.

Unter dem Motto „High Noon am Odeonsplatz“ wollen die Rechten ab 12 Uhr die Innenstadt mit ihrer Hetze beschallen. Das soll nicht ohne antifaschistischen Protest über die Bühne gehen. weiterlesen>>

Abschiebeterminal verhindern

Die Kampagne Abschiebeterminal MUC verhindern ruft für Montag, den 16. März zu einer Demonstration in München auf. Start ist um 17 Uhr am Gärtnerplatz:

München darf nicht zur Abschiebehauptstadt werden! Stoppt den Bau des Abschiebeterminals!

Die Bundespolizei plant am Münchner Flughafen ein eigenes Abschiebeterminal. weiterlesen>>

Feminism Unstoppable

Demo zum feministischen Kampftag 2026: 13 Uhr Rindermarkt.

Seit 1911 gehen Frauen jährlich zum feministischen Kampftag auf die Straße, um für eine Welt ohne patriarchale Ungleichheiten zu kämpfen. Bereits damals sollten mit diesem Tag soziale Missstände – wie Armut, Wohnungslosigkeit oder Arbeits- und Reproduktionsverhältnisse in ihrer vergeschlechtlichten Gesamtheit angegriffen werden. Daran knüpfen wir an! Denn machen wir uns nichts vor, die Verhältnisse sind nach wie vor alles andere als rosig… weiterlesen>>